16 Ticker des Wissens


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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in Deutschland jeder vierte Mann raucht? Damit liegen die Deutschen im globalen Durchschnitt. Allerdings greifen hierzulande 19 Prozent der Frauen zur Zigarette, während es weltweit nur 5 Prozent sind. Diese Zahlen für das Jahr 2015, die Altersgruppen ab 10 Jahre erfassen, sind nun veröffentlicht worden. Immerhin ist der Anteil der Raucher in Deutschland 2015 um etwa einen halben Prozentpunkt zurückgegangen. Das hängt vermutlich mit politischen Maßnahmen zusammen, denn in einer weiteren Studie haben kanadische Forscher bestätigt, dass Warnbilder auf Zigarettenpackungen, Rauchverbote in öffentlichen Einrichtungen und höhere Tabaksteuern helfen, den Konsum einzudämmen. Je mehr ein Land tut, umso größer ist der Effekt. Die Türkei ist ein gutes Beispiel: Dort wurden zwischen 2007 und 2014 alle Maßnahmen eingeführt, die die Weltgesundheitsorganisation WHO vorgeschlagen hatte - und der Anteil der männlichen Raucher ging daraufhin um etwa 2,5 Prozentpunkte zurück.

mindestens fünf Millionen Tonnen Plastikmüll jedes Jahr in die Ozeane gelangen? Viele Studien haben bestätigt, dass Vögel und Fische an kleinen Plastikteilen verenden. Das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven hat nun die Ergebnisse von mehr als 1200 dieser Studien in einer Übersichtskarte zusammengetragen. Auf www.litterbase.org ist zu sehen, wo sich der Müll ansammelt und wie er die Tierwelt gefährdet. Nutzer können sich den Müll nach Größe und Auswirkungen getrennt anzeigen lassen - also beispielsweise sehen, wo sich Tiere in Garn verfangen und wo sie Krümel verschlucken. Doch die Forscher warnen: Wo die Karte nichts anzeigt, habe man vielleicht bloß noch nicht nachgeschaut.

die Fähigkeit des Regenwalds im Amazonasbecken Kohlendioxid zu speichern, drastisch nachgelassen hat? Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Langzeitstudie unter Federführung der britischen Universität Leeds. Während der Regenwald in den 1990er-Jahren noch bis zu zwei Milliarden Tonnen CO2 im Jahr aufgenommen hat, ist es jetzt nur noch die Hälfte. Verantwortlich dafür soll nicht nur die Abholzung der Wälder sein, sondern vor allem, dass immer mehr Bäume wegen des Klimawandels absterben.

Dortmunder Max- Planck-Forscher aus einem afrikanischen Strauch einen Wirkstoff isoliert haben, der gezielt Nierenkrebszellen abtötet? Die Rinde von Phyllanthus engleri, der hauptsächlich im südlichen Afrika wächst, enthält die Substanz Englerin-A. Sie erhöht die Kalzium-Konzentration in den Krebszellen so stark, dass diese absterben. Dabei aktiviert Englerin-A ausschließlich die Kalziumkanäle von Nierenkrebszellen und nicht von gesunden Zellen. Jetzt soll untersucht werden, ob der Wirkstoff das Potenzial hat, als effektives Krebsmedikament eingesetzt zu werden.

regelmäßige Konsumenten der Modedroge Crystal Meth in kurzer Zeit deutlich altern und deshalb oft als 'lebende Zombies' bezeichnet werden? Dieses haben amerikanische Forscher der Universität von Kalifornien in Irvine untersucht. Das Team um Daniele Piomelli führt den körperlichen Verfall darauf zurück, dass das in der Droge in hoher Dosis enthaltene Methamphetamin die körpereigene Produktion von Ceramidei signifikant steigert. Ceramide sind Fettstoffe in der Haut, die sich durch Crysta Meth in allen Geweben des Körpers anreichern und dann heftige Entzündungen sowie eine stark beschleunigte Zellalterung auslösen.

Forscher der Technischen Universität Braunschweig den weltweit ersten Prototyp einer Glühbirne aus organischen Leuchtdioden (OLED) ausgetüftelt haben? Sie soll ein weitaus wärmeres und farbechteres Licht als viele Energiesparlampen erzeugen. Die Wissenschaftler um Wolfgang Kowalsky halten die OLED-Birne für einen vollwertigen Ersatz der inzwischen verbotenen klassischen Glühbirne.

Wissenschaftler des philippinischen Reisforschungsinstituts IRRI eine essbare Reissorte gezüchtet haben, die auf sehr salzhaltigen Böden gedeiht? Sie sprechen von einem Durchbruch, weil es jetzt auch möglich sei, in häufig überschwemmten Küstenregionen Reis anzubauen. Die neue Reissorte verträgt doppelt so viel Salz wie bisherige Sorten, da sie das Salz durch Poren auf den Blättern wieder ausscheiden kann.

man beim Lernen ab und zu eine Pause von etwa einer Stune einlegen sollte, damit sich der Unterrichtstoff besser einprägt?
Grund ist nach einer Studie der University of New South Wales im australischen Sydney, dass es bei der Wissensaufnahme im Gehirn zu einer Art Neuverdrahtung kommt. Die muss gefestigt werden, was durch den Transfer vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis geschieht - und das braucht Zeit.

Ingwer Blutzucker senkt? Ingwer könnte Patienten mit Diabetes Typ 2 dabei helfen, ihren Blutzuckerspiegel zu regulieren. Australische Forscher der University of Sydney fanden heraus, dass Bestandteile des Gewürzes - „Gingerole" - die Aufnahmefähigkeit von Glukose in die Muskelzeüen unterstützen und so einen erhöhten Blutzuckerwert reduzieren.

Kiffen dumm macht? Immer wieder wird gefordert, die „weiche Droge" Cannabis zu legalisieren - obwohl viele Experten der Meinung sind, dass regelmäßiger Haschischkonsum außer zu gesundheitlichen, auch zu kognitiven Beeinträchtigungen führen kann. Einen klaren Beweis für die Schädlichkeit haben jetzt US-Forscher um Madeline H. Meiervon der Duke Uni- versity in Durham erbracht. Sie werteten die Daten einer neuseeländischen Langzeitstudie mit 1037 Teilnehmern aus, die man im Alter von 18, 21, 26, 32 und 38 Jahren nach ihrem Cannabiskonsum befragt hatte. Außerdem wurde im Alter von 13 Jahren, als noch keiner der Probanden Haschisch rauchte, und mit 38 Jahren der Intelligenzquotient (IQ) ermittelt. Es zeigte sich, dass bei denjenigen, die regelmäßig und häufig Cannabis zu sich genommen hatten, der IQ um durchschnittlich sechs Punkte gesunken war. Hatte der Drogenkonsum bereits vor dem 18. Geburtstag begonnen, war der IQ sogar um durchschnittlich acht Punkte gesunken. Eine Befragung von Verwandten und Bekannten ergab außerdem, dass die exzessiven Kiffer unter kognitiven Problemen litten. Meier betont, dass diese Schädigungen des Gehirns selbst bei einem dauerhaften Verzicht auf Haschisch nicht reversibel sind. Ein weiterer Befund: Die Schäden fallen umso geringer aus, je später der Cannabiskonsum begonnen hat.

Amerikaner am dicksten sind? Die Gewichtsentwicklung der Menschen ist besorgniserregend. Davor warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Sie hatte in elf Ländern untersucht, wie sich der Anteil der Fettleibigen zwischen 1990 und 2009 entwickelt hat. Für Deutschland und Mexiko standen für 1990 keine Daten zur Verfügung. Die Studie zeigt, dass der Anteil der übergewichtigen Menschen stark gestiegen ist. Mit einem Anteil von 12 beziehungsweise 16 Prozent liegen Österreich und Deutschland unter dem OECD-Durchschnitt (17 Prozent). Die wenigsten Fettleibigen gibt es in Japan (4 Prozent) und der Schweiz (8 Prozent). Spitzenreiter sind die US-Amerikaner. Hier sind 34 Prozent aller Einwohner adipös. Übergewicht gilt als einer der größten Risikofaktoren für Diabetes, Krebs und Herz- Kreislauf-Erkrankungen.

nach der Atomkatastrophe in Fukushima acht Prozent der japanischen Landfläche - rund 30 000 Quadratkilometer - mit Cäsium 134 und Cäsium 137 kontaminiert sind? Das teilte das japanische Wissenschaftsministerium mit. Die Belastung liegt in den betroffenen Gebieten bei mehr als 10000 Becquerel pro Quadratmeter. Besonders durch die Verseuchung mit Cäsium 137, das eine Halbwertszeit von etwa 30 Jahren hat, werden Langzeitfolgen befürchtet.

Krebszellen mithilfe eines Sprays zum Leuchten gebracht werden können? Den Spray haben Forscher der Universität Tokio in Versuchen mit Mäusen entwickelt. Damit sollen Chirurgen innerhalb von Sekunden erkennen können, ob nach einer Operation noch Tumorzellen oder Metastasen übrig sind. Bei den bisherigen Färbeverfahren dauert der Test zum Teil mehrere Tage.

ein bestimmtes Gen den Blutdruck erhöhen kann? Ein Defekt des Gens SLC4A5 stört den Salzhaushalt und sorgt so für erhöhten Blutdruck. Das haben Forscher am Max-Planck- Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim herausgefunden. Menschen mit diesem Gen-Defekt können auch dann unter Bluthochdruck leiden, wenn sie nicht zu viel Salz essen. Hoher Salzkonsum wird mit für die Krankheit verantwortlich gemacht. Die Wissenschaftler erhoffen sich von ihrer Entdeckung neue Therapieansätze.

das Blutdoping-Mittel Erythropoietin (EPO) bei manchen Schlaganfallpatienten die Therapie erheblich verbessern kann? Das hat eine Studie von Forschern um Hannelore Ehrenreich vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen gezeigt. Besonders wirksam ist EPO dann, wenn sich der Blutgefäß-Propf im Gehirn, der den Schlaganfall auslöste, nicht mit Medikamenten beseitigen lässt?

seit Jahrzehnten DEET (N,N-diethyl-meta-Toluamid) als Wirkstoff in Mückenschutzmitteln eingesetzt wird? Doch warum DEET die Tiere vom Stechen abhält, war bisher unbekannt. Forscher um Leslie Vosshall von der Rockefeller University in New York haben jetzt herausgefunden: DEET verfälscht die Signale der Geruchsrezeptoren in den Antennen der Insekten. Dadurch werden die Mücken orientierungslos und können ihre „Opfer" nicht mehr gezielt anfliegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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