Björn Kleinekampmann,
Lisa Löchtermann und
Recep Bayraktar


Das Berufsbild des Fliesenlegers

von Björn Kleinekampmann

Der Beruf des Fliesenlegers bietet sehr vielseitige und kreative Tätigkeiten. Fliesen-, Platten-, und Mosaikleger müssen für eine saubere und akkurate Arbeit garantieren können. So sollte derjenige, der diesen Beruf erlernen möchte, mindestens einen Hauptschulabschluss besitzen, gut in Mathematik sein, ein gutes Auge haben, mit Menschen umgehen können und über handwerkliches Geschick verfügen. Es ist ratsam, vor dem Beginn einer Lehre ein Praktikum in einem Fliesenlegerbetrieb gemacht zu haben. Der Umgang mit Menschen ist in sofern  wichtig, da sich der Fliesenleger mit Wünschen und Forderungen des Bauherren auseinander setzten muss. Der Fliesenleger kann dazu auch Anregungen und Ideen zur Verschönerung den Auftraggebern näher bringen.

Aber nun zur eigentlichen Aufgabe des Fliesen-, Platten-, und Mosaiklegers: Ein ausgelernter Fliesenleger hat nicht nur die Aufgabe, Fliesen und Platten an Wand und Boden zu bringen. Unter anderem muss er auch Trennwände und Abmauerungen aus Gasbeton, Kalksandstein oder Glasbausteinen herstellen. Er sollte die Anforderungen und Gegebenheiten von Räumen erkennen, um so die entsprechend notwendigen Eigenschaften der zu verarbeitenden Baustoffe wählen und fachgerecht verarbeiten zu können. Es müssen Kenntnisse über Schall-, Wärme-, und Feuchtigkeitsschutz vorhanden sein, um späteren Bauschäden vorzubeugen. Ein Fliesenleger muss sich außerdem noch in anderen Bauberufen zumindest in den grundlegenden Bereichen auskennen. Denn das Erkennen der Fehler anderer Gewerke kann dazu beitragen, dass der fertige Belag nicht schon in kurzer Zeit in irgendeiner Art und Weise Schaden nimmt.

Die Sicherheit spielt ebenfalls eine große Rolle auf dem Bau. Dazu müssen Vorschriften der Unfallverhütung und des Arbeitsschutzes eingehalten werden.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Fliesen und Platten an Wand und Boden anzusetzen.

Wand: An der Wand kann im Dünnbettverfahren (Kleben) und im Dickbettverfahren gearbeitet werden. Beim Dünnbett wird ein flexibler Fliesenkleber mit einem Zahnspachtel aufgezogen und danach werden die Fliesen angedrückt. Beim Dickbettverfahren wird aus Sand, Zement und Wasser ein Mörtel hergestellt, anschließend gleichmäßig auf die Fliese aufgetragen angedrückt und festgeklopft.
Boden: Am Boden kann ebenfalls im Dünnbettverfahren gearbeitet werden s. o. oder „frisch-in-frisch“. Im Dickbettverfahren wird ein Estrich hergestellt und die Fliesen sofort mit einer Schlämme aus Wasser und Zement, auf den noch frischen Estrich festgeklopft.

Der Beruf des Fliesenlegers ist also ein sehr anspruchsvoller Beruf, der sehr viel „Köpfchen“ und Ideenreichtum erfordert.

Ein Fliesenleger verdient in der Ausbildung z. Zt. etwa


Wenn ein Fliesenleger ausgelernt hat, kann er je nach Schnelligkeit und Können seinen Lohn selbst gestalten, denn ein Fliesenleger arbeitet im Akkord. Später kann man sich auch fortbilden.  Es gibt viele Aufstiegsmöglichkeiten, vom Meister bis zum Diplom-Ingenieur.
Also, wie Sie sehen, ist dieser Beruf ziemlich interessant und ich hoffe, ich habe so manchem Geschmack auf mehr gemacht. Weitere Informationen gibt es beim Arbeitsamt, im Internet und natürlich bei Herrn Gerhards.

Mit freundlich Grüßen

Björn Kleinekampmann

 

Lisa Löchtermann

Recep Bayraktar

 

Lisa Löchtemann ergänzt:

"... Ich habe mich für die Ausbildung zur Fliesen-, Platten- u. Mosaiklegerin entschieden, weil meine Eltern selbst ein Fliesen-, Naturstein- u. Estrichgeschäft führen. Durch Einblick in unserer Firma habe ich mir die Bereiche angeschaut und festgestellt, dass der Beruf Fliesenleger ein äußerst interessanter und kreativer Beruf ist. Man hat mit verschiedenen Materialien und Aufgaben zu tun. Aber auch die vielen Farben, Muster, Größen und Forman machen den Beruf sehr abwechslungsreich. Man arbeitet für die verschiedensten Kunden, und es ist immer wieder eine neue Herausforderung, eine saubere und hochwertige Arbeit zu leisten. ..."






von Auszubildenden für Auszubildende!!






auch Recep Bayraktar äußerst sich u. a.:

".... Zum Beruf des Fliesenlegers gehört viel mehr als nur, immer 'normale' Bäder zu verfliesen und Böden zu legen. Es werden auch sehr oft Bäder mit Granit, Marmor oder verschiedenen Mosaikbelägen verfliest. Auch kann man seiner eigenen Phantasie freien Lauf lassen, wenn man z. B. verschiedene Verlegemuster entwerfen muss. Der Beruf des Fliesenlegers unterscheidet sich sehr vom Maurer oder anderen Bauberufen. Alleine schon, dass der Fliesenleger sich sehr selten draußen aufhält. Das ist natürlich beim Maurer nicht so angenehm; im Winter, wenn es draußen sehr kalt ist, müssen sie ihre Arbeit verrichten. Auch attraktiv ist, dass der Fliesenleger sehr viele verschiedene Verlegeverbände und Muster auf Böden sowie an Wandbelägen anwenden kann. Besonders schön für Leute meines Berufsstandes ist die Konfrontation mit stetig wechselnden Herausforderungen. Der Beruf des Fliesenlegers wird also nie langweilig. ..."